Nachdem wir 2019, wenige Tage vor unserer Gründung, unerwartet den Publikumspreis beim sächsischen Gründerpreis gewannen, haben wir 2020 zum 20. Jubiläum des Sächsischen Gründerpreises wieder Anlauf genommen. Dieses Jahr wollten wir nicht nur das Publikum, sondern auch die Fachjury von der Innovationskraft unseres Unternehmens und dem großen Marktpotenzial überzeugen. Tatsächlich sind wir in der ersten Wertungsrunde bei einer Rekordteilnahme von 126 Startups unter die Top15 gekommen. Damit hatten wir die Gelegenheit, unsere Idee noch einmal persönlich vor der Jury vorzustellen und einen Imagefilm zu drehen.

Am 8. Juli 2020 fand dann die Innovationskonferenz mit der Prämierung der Top 3 statt – aufgrund von Covid-19 erstmals als Online-Event mit ausschließlich den nominierten Teams vor Ort. Gemäß unserer pathologisch-optimistischen Grundeinstellungen haben wir die Chance genutzt und ein firmeninternes Public-Viewing-Event anlässlich unseres ersten Peerox-Geburtstag mit allen Peers organisiert.

Während also Markus und Andre in der Dresdner Messe die Preisverleihung durch Martin Dulig (Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Freistaats Sachsen) und Marina Heimann (Geschäftsführerin FutureSax) vor Ort verfolgten, haben die mittlerweile 11(!) anderen Peers in unserem Peero im RoboLab ein leckeres Abendessen vorbereitet und sich warmgefeiert.

An verschiedenen Orten, aber doch gemeinsam, bejubelten wir den 3. Platz unserer jungen Peerox. Wieder zurück im Büro haben dann alle zusammen bis tief in die Nacht gefeiert und die verrückten letzten zwölf Monate Revue passieren lassen. Ein tolles erstes Jahr, ein großartiges Team und ungebrochene Neugier machen Vorfreude auf die nächsten gemeinsamen Schritte.

Preise machen keine zufriedene Kunden, guten Produkte oder funktionierende Geschäftsmodelle.

Trotzdem freuen wir uns natürlich sehr, dass wir bei www.fuer-gruender.de unter Deutschlands Top 50 Start-ups 2019 gelandet sind. Von 741 prämierten Start-ups aus 145 Wettbewerben haben einen (wie wir finden) tollen 33. Platz belegt. Damit sind wir zumindest in diesem Ranking deutschlandweit unter den Top-5% und aus Sachsen sogar die Nr. 1.

Gerade mit Blick auf die wirklich tollen Innovationen aus dem Ökosystem Dresden, Leipzig, Chemnitz usw. macht uns das ausgesprochen stolz. Damit erfüllen Preise dieser Art eben doch einen guten Zweck. Sie sind eine kleine, aber durchaus wirksame Bestätigung von außen für unser Team. Insbesondere in den anstrengenden Durststrecken kann so ein Impuls wichtig sein. Manchmal geht wirklich nichts voran, entwickelt sich gefühlt sogar zurück. In diesen Zeiten sind solche positiven Signale sehr hilfreich. Sie zeigen uns, dass wir mit unserer Idee und unserer Vision Menschen überzeugen können und das an uns geglaubt wird. Daraus schöpft unser Team viel Kraft für die nächsten (deutlich wichtigeren) Etappensiege in Kunden- und Entwicklungsprojekten.

Hier sind alle Start-ups im Überblick, die Profile und Hintergründe zu finden. Die Pressemitteilung gibt es hier.

Sechs Monate nach unserer Gründung sind wir zum 1. Januar 2020 in unser erstes eigenes Peerox-Büro gezogen. Nach der Einstellung der ersten Peers im Oktober und Dezember 2019 brauchten wir ein Domizil zum gemeinsamen Arbeiten. Fündig wurden wir im RoboLab, dem Startup-Hub der Robotron Datenbank-Software GmbH in Dresden. Dort haben wir in einem 51m² großen, möblierten Büro ein ideales zu Hause für unser mittlerweile 7 Peers großes Team gefunden. An bis zu 10 Arbeitsplätzen können wir in einer innovativen, kreativen Atmosphäre gemeinsam unsere Vision und unseren MADDOX voran- und auf die Straße bringen.

Das RoboLab liegt fußläufig zu unserem Mutterinstitut, dem Fraunhofer IVV Dresden. Dort arbeiten unsere Kollegen intensiv in verschiedenen Forschungsprojekten an innovativen Funktionalitäten der Zukunft. Die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit mit unseren Kollegen ist uns ist uns nach wie vor sehr wichtig. Deswegen sitzen regelmäßig zusammen und sprechen die Arbeit in den unterschiedlichen Projekten miteinander ab und tauschen Kontakte aus.  Dadurch sind wir in der Lage ein gemeinsames, großes Netzwerk aufzubauen und zukunftsweisende Forschungsfragen genauso anzugreifen, wie kurzfristige konkrete Unterstützung zu bieten. Die räumliche Nähe vereinfacht diese Kooperation sehr.

Trotzdem ist es für unser Peerox-Team wichtig, aus der dezentralen, remotebasierten Arbeit in einem gemeinsamen Alltag zu wechseln. Dadurch können wir nun deutlich effizienter Entscheidungen treffen, Ideen austauschen und diskutieren.

Zum Start gab’s ein gemeinsames Ganztags-Frühstück mit Team-Workshop zu Wünschen, Anforderungen, Spielregeln und Prozessen.

Die Interpack ist die internationale Leitmesse für Verpackungstechnik und -maschinen und findet alle 3 Jahre auf dem Messegelände in Düsseldorf statt. Sie bildet die komplette Wertschöpfung ab. 2017 kamen vom 4. bis 10. Mai zu ca. 2.900 Ausstellern mehr als 170.000 Besucher.

Die Vorbereitung

Wir hatten 2017 die Gelegenheit auf dem Messestand des Verbands des deutschen Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) unsere damals noch sehr junge Idee eines selbstlernenden Assistenzsystems zu präentieren. In diesem Zusammenhang wurden wir vom VDMA mit der Erstellung eines Videos zu unserer Vision auch finanziell unterstützt. Da wir keinen Animationsfilm, sondern einen Realfilm drehen wollten, war die Suche nach einer passenden Location für den Dreh unsere größte Herausforderung. Der Videodreh zu Störungen im Produktionsprozess war in realen Produktionsprozessen natürlich nicht möglich. An dieser Stelle ist uns unser langjähriger Partner GEA Food Solutions GmbH zur Seite gesprungen. Im GEA-Technikum in Kempten wurden uns für einen ganzen Tag Mitarbeiter und Testprodukte zur Verfügung gestellt, um unseren Film zu drehen. Das Ergebnis kann hier bewundert werden.

 Die Story

In einem Fleischereibetrieb gibt es bei der Verpackung von Salamischeiben wiederholt Produktionsstörungen infolge undichter Verpackungen. Die Ursache der Störungen kann nur durch erfahrene Bediener gefunden werden. Das Assistenzsystem registriert und speichert dieses wertvolle Erfahrungswissen. Da das Assistenzsystem lernt, Zustände und Störungen wiederzuerkennen, kann es bei einer ähnlichen Störungen in diesem oder anderen Werken proaktiv weniger erfahrenen Mitarbeitern das digitalisierte Wissen präsentieren.

„Smart Future“ auf dem Interpack-Messestand des VDMA (Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen)

Das Ergebnis

Wir hatten eine außergewöhnlich spannende Messe und sehr viele interessante Gespräche. Während ein Großteil unserer Besucher unsere Idee als „nette, aber vollkommen realitätsferne Spielerei aus der Forschung“ abgetan hat, haben sich aus anderen Gesprächen langjährige, vertrauensvolle Partnerschaften entwickelt.

Zur Interpack 2020 (7. bis 13. Mai 2020) dürfen wir wieder auf dem Messestand des VDMA gemeinsam mit dem Fraunhofer IVV Dresden ausstellen. Wir freuen uns schon sehr darauf, an gleicher Stelle zeigen zu können, dass aus der „realitätsfernen Spielerei“ innerhalb von 3 Jahren ein Prototyp, ein Unternehmen und ein außergewöhnliches Team entstanden sind.