„Viele glauben, Digitalisierung bedeute, analoge Prozesse digital zu machen. Stimmt aber nicht. Digitalisierung bedeutet, Prozesse in einer digitalen Welt neu zu denken.“
Christine Regitz
22. Juli 2025
Produktionsoptimierungssoftware unterstützt Unternehmen dabei, Fertigungsprozesse effizienter und produktiver zu gestalten. Sie erfasst Daten von Maschinen und Abläufen, analysiert sie systematisch, deckt Schwachstellen auf und trägt dazu bei, die Produktqualität kontinuierlich zu sichern. Moderne Softwarelösungen durchdringen dabei nahezu alle Bereiche der Fertigung: von Produktionsplanung und -steuerung über Manufacturing Execution Systems (MES), Qualitätsmanagementsysteme (QMS), Instandhaltungsmanagementsysteme (MMS), Lagerverwaltungssysteme (WMS) bis hin zu Business Intelligence (BI) und Analysetools.
Soweit die Theorie. Doch so durchdacht diese Konzepte auch sind – die praktische Umsetzung ist selten so geradlinig. Produktionsanlagen bestehen oft aus Maschinen unterschiedlicher Generationen, die über Jahre gewachsen sind. Ihre Vernetzung folgt keinem Standard, sondern ist von Betrieb zu Betrieb individuell entstanden. Hinzu kommt der menschliche Faktor: Mitarbeitende bringen sehr unterschiedliche Erfahrungslevels mit, und kritische Prozesse hängen häufig vom Wissen einzelner Personen ab. In dieser Realität eine gleichbleibende Leistung zuverlässig sicherzustellen, wird zur echten Herausforderung.
Genau hier zeigt sich, dass die übliche Herangehensweise an Produktionsoptimierung ihre Grenzen hat. Statt fertige Lösungen auf komplexe Realitäten zu übertragen, sollten wir zunächst verstehen, wie Software diese gewachsenen Strukturen und menschlichen Faktoren wirklich unterstützen kann. Nur so entstehen Optimierungslösungen, die nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis funktionieren.
Die Entscheidung für eine Produktionsoptimierungssoftware ist schnell getroffen – die erfolgreiche Umsetzung jedoch eine ganz andere Herausforderung. Aus unserer Erfahrung heraus haben wir gelernt: Der Evaluationsprozess muss die gewachsenen Strukturen und individuellen Gegebenheiten von Anfang an mitdenken.
Die entscheidende Frage ist nicht, ob eine Software theoretisch alle gewünschten Features bietet, sondern ob sie mit Ihrer bestehenden Maschinenlandschaft, Ihren Prozessen und vor allem mit Ihrem Team harmoniert. Die beste Software scheitert, wenn sie die Arbeitsweise erfahrener Mitarbeitender ignoriert oder bewährte Abläufe unnötig verkompliziert.
Unsere Philosophie ist klar: Software ersetzt keine Menschen – sie stärkt sie. Produktionsoptimierung funktioniert nur dann nachhaltig, wenn die Software als Werkzeug konzipiert ist, das die Expertise Ihrer Mitarbeitenden erweitert, nicht übergeht. Die Kunst liegt darin, komplexe Daten so aufzubereiten, dass erfahrene Produktionsmitarbeitende bessere Entscheidungen treffen können.
Bei der Evaluierung sollten Sie daher prüfen: Unterstützt die Software die täglichen Entscheidungen Ihrer Teams? Macht sie Zusammenhänge sichtbar, die vorher verborgen blieben? Eine gute Produktionssoftware macht aus guten Mitarbeitenden noch bessere – sie macht sie nicht überflüssig.
Aus unserer Sicht sollte jede Evaluierung diese Fragen ehrlich beantworten:
Die beste Produktionsoptimierungssoftware ist die, die Ihre Menschen stärkt und Ihre spezifischen Herausforderungen versteht. Nicht die mit den meisten Features, sondern die, die am besten zu Ihnen passt.
Falls Sie sich fragen, wie diese Prinzipien in Ihrer spezifischen Situation anwendbar sind – unsere Gründer teilen gerne ihre Erfahrungen in einem kostenlosen Expertengespräch.
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